01.08.2025
Sanierung und Neubau in Lehnin mithilfe europäischer Födermittel
Das Amtshaus in Lehnin ist ein wichtiges Denkmal, das die Geschichte der ehemaligen Klosteranlage widerspiegelt. Es wurde etwa 150 Jahre nach der Auflösung des Klosters gebaut und zeigt den Aufbau eines märkischen Herrenhauses des Frühbarocks.
Seit diesem Jahr haben nun die Sanierung und der Umbau des historischen Amtshauses in Lehnin begonnen, ermöglicht durch die Förderung aus europäischen Mitteln. Bauherrin ist das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin.
Das Projekt umfasst die Sicherung des Gebäudes, das im Jahr 1696 als zweigeschossiger Fachwerkbau mit Ziegeldach errichtet wurde. Im Rahmen der Maßnahmen wird im Erdgeschoss ein Restaurant mit etwa 70 Plätzen eingerichtet, das künftig gemeinsam mit dem Klosterhotel Lehnin betrieben wird. Das Museum im Zisterzienserkloster wird im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss untergebracht, wobei die Dauerausstellung neu konzipiert wird, um die Attraktivität für Besucher zu erhöhen. Zudem wird das Amtshaus vollständig barrierefrei zugänglich gemacht, inklusive eines neuen Aufzugs, der alle Räume im Gebäude erschließt. Die Sanierung soll voraussichtlich bis Ende 2025 abgeschlossen sein.
Die Gesamtkosten für die Maßnahmen belaufen sich auf 3,2 Millionen Euro. Ein bedeutender Anteil davon, nämlich 1,9 Millionen Euro, wird durch EU-Fördermittel bereitgestellt. Diese Fördermittel stammen aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie Landesmitteln. Die Unterstützung durch europäische Förderprogramme trägt dazu bei, den Erhalt und die nachhaltige Nutzung historischer Bauwerke im ländlichen Raum zu sichern und zu fördern.
Ein weiteres Projekt wurde am 17. Mai 2025 in Lehnin eingeweiht: Das neue Kirchenkreiszentrum in Lehnin. Erste Ideen entstanden bereits 2014, konkrete Beschlüsse folgten ab 2017 – nicht ohne kontroverse Debatten in der Synode. Der Weg bis zur Umsetzung war geprägt von intensiven Diskussionen, aber auch von großer Beharrlichkeit.
Die Kirchengemeinde Lehnin gab mit dem Verkauf ihres ehemaligen Pfarr- und Gemeindehauses den Weg frei für den heutigen Standort.
Auch die Verbindung von Kirche und Diakonie war von Anfang an mehr als rein organisatorisch. "Wir verstehen das Haus ausdrücklich als offenen Ort“, betonte Superintendent Wisch. „Als Kirche möchten wir Raum geben – für Ehrenamt, Diakonie, Kultur, Austausch und Begegnung über unsere eigenen Kirchentüren hinaus.“
Das neue Kirchenkreiszentrum verbindet den alten Steinbau des Pfarr- und Gemeindehauses mit einem nachhaltigen, klimafreundlichen Neubau mit Erdwärmeheizung und einer Ladestation für E-Fahrzeuge. Die Entscheidung für den Standort in Lehnin war strategisch bewusst gewählt: Zum einen wollte man den ländlichen Raum stärken und zum anderen ist Lehnin in etwa die Mitte des Kirchenkreises. Die Baukosten von rund 4,4 Millionen Euro konnten trotz schwieriger Zeiten eingehalten werden. 2,7 Millionen Euro stammen aus Eigenmitteln. Förderungen kamen unter anderem von der Europäischen Union (LEADER), der Landeskirche, der Bundesregierung und der Aktion Mensch.
Zu LEADER-Fördermitteln finden Sie hier weitere Informationen:
Ländliche Entwicklung, unterstützt von der Europäischen Union
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Update 8/2025: Kirchenkreiszentrum Lehnin