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„Kirchliche Amtshilfe? Die Kirchenbuchstelle Alt-Berlin und der Holocaust“

X-Student Research Group als gefördertes Projekt

"Ahnengalerie" der bisherigen Präsidenten des Konsistoriums, Porträt im Vordergrund: August Gensen, Konsistorialpräsident 1925-1933; eine Informationstafel zeigt die Namen der vier Präsidenten zwischen 1933 und 1945 - und den Forschungsbedarf z.B. über das Wirken der Behörde 1933-1945; Foto: EKBO
"Ahnengalerie" der bisherigen Präsidenten des Konsistoriums, Porträt im Vordergrund: August Gensen, Konsistorialpräsident 1925-1933; eine Informationstafel zeigt den Forschungsbedarf z.B. über das Wirken der Behörde 1933-1945; Foto: EKBO

Im April 2021 gibt es eine Weiterentwicklung aus den digitalen Q-Team-Seminaren an der Berliner Humboldt-Universität mit ihren Blicken auf Kirchengeschichte von 1914 bis 1949.

Erste Seminarprodukte aus den vorangegangenen Digitalsemestern sind auf einem Blog der Humboldt-Universität veröffentlicht:

blogs.hu-berlin.de/kircheimns

 

Ab Mitte April geht nun ein neues gefördertes Projekt an den Start, welches auf den Projekten der Q-Team-Seminare aufbaut: eine X-Student Research Group, gefördert von der Berlin University Alliance (BUA):

 

Kirchliche Amtshilfe? Die Kirchenbuchstelle Alt-Berlin und der Holocaust

Leiter: Philipp Dinkelaker, Zentrum für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin, Johannes Kellner & Dr. Johan Wagner, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Studiengruppe Geschichtswissenschaft.

Gäste: Dr. Hansjörg Buss, Historiker (Berlin), Dr. Wolfgang Krogel, Leiter des Ev. Landeskirchlichen Archivs in Berlin (ELAB), Mirjam Friedrich, Ev. Landeskirchliches Archiv in Berlin (ELAB).


Institutionelle Anbindung der X-Student Research Group: Zentrum für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin

Projektbeschreibung: Die evangelische Kirche war in der NS-Zeit Kind ihrer Zeit. Einige Protestant*innen leisteten Widerstand, viele beteiligten sich jedoch an der Verfolgung von Minderheiten. Im Projekt geht es um die  Kirchenbuchstelle Alt-Berlin. Kirchenmänner legten hier eine kirchliche „Judenkartei“ an und meldeten „nicht-arische“ Christ*innen der Gestapo – eine Vorstufe zur Deportation. Während die Gestapo ihre Akten zerstörte, haben sich im Ev. Landeskirchlichen Archiv in Berlin (ELAB) etwa 2600 Karteikarten Verfolgter erhalten.

Neben dem ELAB wird das Seminar von der Kirchenbuchportal GmbH als Betreiberin der Marke Archion (Gesellschaft der Evangelischen Kirche in Deutschland zusammen mit zahlreichen evangelischen Landeskirchen) mit Sitz in Stuttgart mit Lizenzen für Datenbank-Nutzung im Rahmen von Forschung und Lehre unterstützt (https://www.archion.de/de/das-portal/ueber-uns/).

Die Research Group soll erforschen, was genau mit den erfassten Menschen geschah. Archiv-Recherchen und die Arbeit mit Primärquellen kommen im Uni-Alltag häufig zu kurz. Diese für den späteren Beruf wichtigen Techniken sollen praxisorientiert eingeübt werden. Ergebnisse können bspw. als Blog-Beiträge publiziert werden, um wissenschaftliches Schreiben zu trainieren. Das Seminar hat zwar ein historisches Thema, ist aber fächerübergreifend konzipiert und steht allen Interessierten offen. Das Seminar findet in Deutsch statt, English Speakers welcome.

Seminarzeit: Donnerstags 10-12 Uhr. 

Einführungsveranstaltung: Donnerstag, 15. April 2021, 10 Uhr: https://hu-berlin.zoom.us/j/63204035433?pwd=M3JKbVJZb0ZNRXVIcDA4bnZjZHVKdz09, Meeting-ID: 632 0403 5433, Passwort: 561955 

Interessierte Studierende können sich unter folgendem Link im Moodle-Kurs eintragen:

https://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=105515

Der Einschreibeschlüssel lautet BUA.2021

Studierende die an einer anderen Verbundeinrichtung als der Technischen Universität Berlin studieren, werden im Fall einer Platzzusage (nach der Einführungsveranstaltung) als BUA-Studentin oder -Student der anbietenden Einrichtung eingeschrieben. Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BUA-Büros zur Verfügung.

Wie kann ich im Sommersemester 2021 an einer X-Student Research Groups teilnehmen?

  1. Sie haben eine X-Student Research Group gefunden, die Sie interessiert
  2. Wählen Sie sich, falls angegeben, über den Link zur Online-Einführungsveranstaltung in der ersten Semesterwoche ein. Alternativ schreiben Sie bitte eine E-Mail an die Dozentin oder den Dozenten (Kontakt siehe Projektbeschreibung), um zu erfahren, wann und wie die erste Sitzung der X-Student Research Group stattfindet.
  3. Wenn Sie sich nach der Einführungsveranstaltung entscheiden sollten, an der X-Student Research Group teilzunehmen, teilen Sie bitte der Dozentin oder dem Dozenten bis zum 16.4. 18:00 Uhr Ihr verbindliches Interesse an der Teilnahme mit (Ausnahme: X-Student Research Groups, die nicht in der ersten Vorlesungswoche starten).
  4. Bei mehr als 15 interessierten Studentinnen und Studenten werdend die Plätze gelost. Die Dozentin oder der Dozent informiert Sie darüber, ob Sie einen Platz erhalten haben.
  5. Wenn Sie einen Platz erhalten haben, prüfen Sie bitte: Wird die X-Student Research Group an einer anderenVerbundeinrichtung angeboten als derjenigen an der Sie immatrikuliert sind? 
  6. Falls dies zutrifft muss eine Einschreibung als BUA-Studentin oder -Student der anbietenden Einrichtung erfolgen. Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BUA-Büros zur Verfügung.
  7. Sie erhalten nach der Bearbeitung durch das BUA-Büro Zugang zu den hausinternen Systemen wie z.B. die jeweilige Lernplattform der Verbundeinrichtung. Der Staus als BUA-Studentin oder Student ist für ein Semester gültig.

Fragen zum Projekt nimmt auch die Regionalberatung für EU-Fördermittel gern entgegen:

Ihr Kontakt zu uns

X-Student-Groups gehören zum Student Research Opportunities Programx (StuROPx) der Berlin University Alliance. Die Berlin University Alliance wird im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert. Generell ist es bei kirchlich mitverantworteten Forschungsprojekten, ob EU- oder nicht EU-gefördert, wichtig, die Freiheit der Forschung und Lehre zu beachten.

Update 4/2021 Gäste/Unterstützung Kirchenbuchportal GmbH