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RSSPrint

Nabu-Kirche Neu-Temmen

Treffpunkt Kirche rund um die Themen Nachhaltigkeit und Bewahrung der Schöpfung

Mit Hilfe von LEADER-Mitteln wird der Turm der denkmalgeschützten Fachwerkkirche in Neu-Temmen im Landkreis Uckermark saniert. Das ist der erste Bauabschnitt zur NABU-Kirche. Nach der Fertigstellung steht die sanierte Turmstube unter der Glocke aus dem Jahr 1746 für kleine Zirkel, Lesungen und Vogelbeobachtungen zur Verfügung. In der Kirche Neu-Temmen sollen Besucher*innen mehr über bedrohte Tiere, Pflanzen und Lebensräume erfahren. Das ist nach Angaben der Verantwortlichen ein deutschlandweit einmaliges Konzept.

Der NABU-Regionalverband Templin unterstützt die Naturschutzaktivitäten der Kirche, etwa für Fledermausquartiere, Feuchtwiesen und Wanderwege. Gemeinsam mit dem NABU werben die Projektverantwortlichen für Maßnahmen zum Stopp des Artensterbens bei Vögeln, Insekten und Ackerbegleitflora. Dazu gehören die Forderungen:

   -  100% Ökolandwirtschaft
   - Begrenzung der Ackergröße und Schaffung/Erhalt wilder Feldraine
   - Mindestens 10% Brachanteil in der Agrarlandschaft
   - Begrenzung des Maisanbaus
   - Kein Einsatz von Ackergiften wie Neonikotinoiden und Glyphosat
   - Eingrenzung von Lichtfallen und Lichtverschmutzung im ländlichen Raum
   - Verzicht auf Windenergie im Wald
   - Einwegprodukte nur noch aus biologisch-abbaubaren Materialien

Die Kirche liegt in einer Landschaft aus Wäldern, Wiesen, Seen und Mooren, mitten im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Vom Eingang der Kirche aus hat man die Feuchtwiesen bis zur Teufelsposse, dem ur­sprünglichen Einzugsgebiet der Ucker, im Blick. In unmittelbarer Nähe nisten Schwarzstorch, Schreiadler und Rohrdommel. Es ist, als träfen sich hier Gott und Natur.

Konkret erfolgten folgende Maßnahmen:

- Gestühl und Inventarien wurden ausgelagert
- Fußbodensteine geborgen und gesichert, Fußboden ausgekoffert
- Umfangreiche archäologische Untersuchungen an Fußboden und Fundamenten (Ergebnis: es gab einen Vorgängerbau)
- Freilegung der Gefache Südseite und Teile Innenwand
- Abfangungen Deckenbalken und Dach durch Stützjoche
- Ausbau des Kanzelaltars durch den Restaurator
- Abtragung der Hölzer Südwand
- Beginn Freilegung und Ertüchtigung der Fundamente

Danach:
•         Aufmauern des Sockels Südwand
•         Verzimmern der Südwand mit alten und neuen Hölzern
•         Sanierung der Balkenköpfe Südwand
•         Ausmauern der Gefache
•         Weiter entsprechend mit Ost- und Nordseite

Mehr Informationen gibt es hier: http://www.nabu-kirche.de/

Nabu-Kirche Bildergalerie

Letzte Änderung am: 01.07.2020