Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Berlin-Niederschönhausen: Haus der Familie

Generationenübergreifende Angebote werden u. a. mit Lottomitteln möglich

Das Haus der Familie ist Berlin-Niederschönhausen ist ein Ort der Begegnung für Gemeindemitglieder und Kiezbewohner*innen aller Generationen. Es hat gemeinsam mit der Kindertagesstätte im September 2017 eröffnet.

Mit der Errichtung eines Hauses der Familie reagiert die Evangelische Gemeinde Niederschönhausen auf die demographischen und sozialen Veränderungen im Viertel. Niederschönhausen gehört zum Bezirk Pankow, der mit mehr als 370.000 Einwohnenden der bevölkerungsreichste Bezirk ist, davon über 25 Prozent Familien mit Kleinkindern.  Für die Jahre 2007-2030 prognostizieren Fachleute ein Bevölkerungswachstum für Pankow von über 16,3 Prozent. Der ländliche Charakter von Niederschönhausen sowie die gleichzeitige Nähe zum Stadtzentrum zieht vor allem viele jüngere Menschen und Familien an.

Neben der Kindertagesstätte ist mit dem Haus der Familie ein Ort für eine gemeinwesenorientierte Familienarbeit entstanden – generationsübergreifend. Die familienfördernden Angebote stehen unabhängig von religiöser Prägung und Zugehörigkeit allen Interessiereten offen.

Unter "Familie" versteht die Projektträgerin nicht nur verwandtschaftliche Beziehungen, sondern auch das Verhältnis der Generatione zueinander insgesamt. Es sollte von Zusammenarbeit und Solidarität geprägt sein, so dass Menschen füreinander Verantwortung übernehmen und sich zuständig fühlen. Dazu gehört die Fähigkeit, langfristige Bezieheungen zu gestalten bzw. überhaupt erstmal sich auf Bindungen einzulassen.

Das Gesamtprojekt wurden neben Lottomitteln durch eigene Mittel, Sponsoring, Spenden und Kollekten, aber auch mit Hilfe kirchlicher Fonds, Stiftungen und Programmen des Berliner Senats finanziert. Eine zeitaufwändige, enge Zusammenarbeit mit den politischen Entscheidungstragenden im Bezirk Pankow und auf Landesebene, auch über die Einbeziehung des EKBO-Länderbeauftragten Martin Vogel und des Referenten für Fördermittel, Johan Wagner, war unerlässlich. Dies gilt auch für die Unterstützung durch sogenannte Lotto-Mittel, die in Berlin durch die Lotto-Stiftung (Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin) vergeben werden. Besonders die Verwendung dieser Mittel wird sehr gründlich geprüft, worüber sich kirchliche Träger im Vorfeld klar sein sollten.

Die Angebote im Haus der Familie werden sehr gut angenommen. Viele Kurse sind voll, offene Angebote gut besucht. Teilweise gibt es Schwierigkeiten bei der Akquise von Ehrenamtlichen. Die Angebote werden laufend darauf abgestimmt, welche Zielgruppen gut erreicht werden (die Geburtsvorbereitungskurse beispielsweise konnten aufgrund mangelnder Anmeldungen nicht stattfinden, offene Eltern-Kind-Gruppen dagegen sind sehr nachgefragt). Die Arbeit am inhaltlichen Profil des Hauses geht weiter. Angebote zur Verbesserung von Bildungschancen auch von Geflüchteten und Angebote im interreligiösen Dialog gehören zu den inhaltlichen Schwerpunkten.

Letzte Änderung am: 06.10.2020