Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint

Berlin-Mitte: Französische Friedrichstadtkirche

Lottomittel ermöglichten barrierearme Sanierung

Die Französisiche Friedrichstadtkirche, an prominenter Stelle auf dem Berliner Gendarmenmarkt gelegen, wurde nach anderthalbjährigen Umbauarbeiten am 1. Advent wieder eröffnet. Die Gemeinde ist die älteste französisch-reformierte in Berlin-Brandenburg und hat aktuell rund 650 Mitglieder. Gottesdienste finden sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache statt.

Die Sanierung konnte mithilfe von Lotto-Mitteln umgesetzt werden. Im Mittelpunkt der Erneuerungen standen Barrierefreiheit, Verbesserung der Beleuchtung und Akustik, Sanierung von Teilen der Gebäudehülle, Brandschutzertüchtigung zur Versammlungsstätte sowie der Ausbau der sanitären Einrichtungen.

Das Gebäude ist denkmalgeschützt und als "City-Kirche" auch beinahe täglich für Besucher offen. Ein Architekt hat einen "Masterplan" erstellt und hierfür alle Nutzer der Französischen Friedrichstadtkirche einbezogen. Darin hat er alle Maßnahmen und Kosten zusammen gestellt. Dieser Masterplan diente als Grundlage für die Einwerbung unterschiedlicher Mittel.

Zentral war die Finanzierung des Gesamtprojektes. So kamen neben Eigen- und Fremdmitteln auch öffentliche Mittel zum Einsatz.  Eine enge Zusammenarbeit mit dem EKBO-Länderbeauftragten und dem  Referenten für Fördermittel war unerlässlich.

Das zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtete Gebäude steht als Denkmal nicht nur für Baukunst, sondern auch vor dem Hintergrund der „Europäischen Idee“ der Toleranz und Integration. Der Zuzug der reformierten Gemeinde der Hugenotten, die in Frankreich verfolgt wurden, ist in Deutschland von hohem gesellschaftlichem und symbolischem Wert.  Die Hugenotten bildeten eine kulturell wichtige Minderheit, deren Wirken bis in die heutige Zeit reicht. Dass sie im damaligen Brandenburg-Preußen seit dem Edikt von Potsdam 1685 unter dem "Großen Kurfürsten" Friedrich Wilhelm willkommen waren, hatte nicht nur wirtschaftliche Gründe, sondern markierte auch die wachsende Bedeutung von Toleranz und vom Umgang mit "Minderheiten" mitten in Europa.

Letzte Änderung am: 10.12.2021